Welche Fähigkeiten ein Spieleprogrammierer heute mitbringen muss

Viele Gamer träumen davon, einfach ihr eigenes Spiel zu programmieren. Und oft wird aus dem Hobby auch ein Traumberuf. Doch wenn es darum geht, was ein guter Spieleprogrammierer alles beherrschen sollte und welche Fähigkeiten er mitbringen muss, beginnt bereits die erste Vorselektion, denn es werden viele Kenntnisse in unterschiedlichen Bereichen ebenso gefordert wie Teamgeist und Kreativität.

Programmiervorkenntnisse als Programmierer von Spielen notwendig oder nicht?

Vielleicht denken Sie, dass zunächst eine solide Ausbildung zum Software-Entwickler absolviert werden sollte. Diese wäre mit Sicherheit auch sinnvoll, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Gerade, wenn Sie eine hohe Motivation haben und über die Jahre fleißige Grundkenntnisse sammeln, haben Sie bereits gute Voraussetzungen geschaffen. Natürlich braucht ein guter Spieleprogrammierer aber auch elementares Grundwissen aus verschiedenen Bereichen und er sollte komplizierte Prozesse schnell verstehen.

An der Mathematik kommt im Bereich der Computerprogrammierung niemand vorbei, auch nicht der Spielprogrammierer, denn neben dem Programmieren selbst geht es auch um die Berechnung von Grafiken und Gegenständen, die im Spiel auftauchen. In logischer Fortführung bedeutet das auch eine sichere Hand bei der Formelberechnung von geometrischen Figuren. Vor allem ist aber eine „blühende Fantasie“ notwendig sowie die Fähigkeit, die Vorstellungen später mit der Programmierung in ein Spiel zu adaptieren. Dieses Talent ist leider nicht jedem gegeben. Anfängern sei allerdings gesagt: Aller Anfang ist schwer! Es gilt, zuerst einmal kleine Ziele zu setzen und fleißig zu lernen. Und je mehr eigene Projekte man später in seiner Bewerbung angeben kann, desto besser sind die Berufschancen. Die Möglichkeit, an wirklich großen Projekten, wie Multi-Player-Games, zu arbeiten, bekommt man nämlich nur mit der entsprechenden Erfahrung.

Beginnen Sie mit kleinen Spielen, so wie sie noch vor einigen Jahren die Spielhallen-Renner waren. Sie sollten sich zunächst mit älteren Spielen beschäftigen und ähnliche Games programmieren, denn aus der Geschichte der Videospiele kann man viele Grundlagen erlernen, die Sie auch heute noch für die Programmierung benötigen (nur, dass die Technik heute viel weiter fortgeschritten ist). Einige allgemeine Informationen über die Geschichte der Videospiele finden Sie z.B. hier.

Ein Spiel zu vollenden kann Jahre dauern

Am ehesten ersichtlich wird die benötigte Zeit für ein umfassendes Spiel, wenn man sich die Entwicklungszeiten großer Spiele genauer betrachtet. Sie beträgt mindestens ein Jahr und kann auch schnell mehrere Jahre erreichen. Aber keine Angst: man sitzt nicht allein an seinem kleinen Schreibtisch und bastelt jahrelang an einem „Lebensprojekt“. Ein umfangreiches Game ist immer Teamarbeit, daher ist auch Teamfähigkeit absolut notwendig.

Neben dem Spieleprogrammierer ist bei großen Projekten auch meistens der Spieledesigner mit von der Partie, dessen Ideen der Programmierer im Endeffekt möglichst „naturgetreu“ wieder gibt. Meetings und Gruppenarbeiten sind in dieser Planungsphase an der Tagesordnung.

Packen Sie’s an

Spieleprogrammierer zu werden, setzt also kein Studium voraus. Viele „Nerds“ der Anfangszeit des Computers haben sich ihr Wissen auch zu Hause angeeignet, warum sollten Sie diese Fähigkeit nicht auch besitzen. Lernen Sie die wichtigsten Programmiersprachen, z.B. C++ oder Java, und beschäftigen Sie sich mit Flash und anderen Programmen, die Sie benötigen könnten. Welche Programmiersprachen zurzeit besonders bedeutend sind, erfahren Sie unter www.pcwelt.de.

Natürlich sollte man ohne Ausbildung aber nicht darauf vertrauen, dass man als Autodidakt auf dem Arbeitsmarkt heiß umkämpft ist. Die fachliche Erfahrung eines Studiums oder einer passenden IT-Ausbildung ist durch nichts zu ersetzen. Je früher Sie aber schon mit dem Lernen anfangen, umso größer ist bei einer Bewerbung als Spieleprogrammierer Ihr Portfolio, das in erster Linie entscheidend sein wird.

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