Leben mit der Cloud

Cloud Computing steht für den aktuellen Trend in der IT-Industrie. Eine Cloud (deutsch: Rechnerwolke) beschreibt ein Konzept, bei dem ein Teil der IT-Landschaft (in diesem Zusammenhang etwa Hardware wie Datenspeicher, Rechenzentrum wie auch Software) nicht mehr vom Nutzer selbst betrieben wird, sondern von einem Dritten als Dienst angemietet wird. Die eigentliche Arbeit läuft auf den Servern, wobei als Endgeräte sowohl Netbooks oder Smartphones fungieren können.

Weil die benötigten Dienste extern zur Verfügung gestellt werden, benötigen diese Endgeräte keine große Prozessor- und Speicherausstattung. Um die IT-Ressourcen je nach Bedarf nutzen zu können, wird anstelle eines Servers eine virtuelle Maschine angemietet, deren Prozessor- und Speicherausstattung sich dynamisch den Nutzeranforderungen anpasst. Die Ressourcen sind bei Spitzenlasten sofort verfügbar und werden sie nicht benötigt, so muss hierfür auch nicht bezahlt werden.

Bei der Cloud sind somit sämtliche Dienste im Internet abrufbar. Hierbei kann der Kunde unter mehreren Anbietern wählen:

  • Microsoft mit seiner Azure-Plattform
  • IBM Smart Business Package
  • Oracle Cloud API
  • Intel Cloud Computing
  • Cirrus SAP Cloud Computing
  • Apple iCloud
  • Telekom Cloud

Die Services einer Cloud

Insgesamt ist die Cloud in drei Dienste aufgeteilt:

Infrastructure as a Service (IaaS)

Hierbei werden je nach Bedarf lediglich Rechenkraft und Datenspeicher angemietet. Hierzu werden die Server beim Cloud-Anbieter virtualisiert. Der Kunde mietet dabei keine physikalischen Einzelserver, sondern diverse virtualisierte Umgebungen, welche in Abhängigkeit des Bedarfs mal mehr Mal weniger Prozessorleistung und Speicher zugeteilt bekommen.

Platform as a Service (PaaS)

hierbei können hochwertige Services wie virtuelle Entwicklungsplattformen oder Datenbanken angemietet werden. Zusätzlich zur Rechenkraft mit Betriebssystem ist auch eine Laufzeitumgebung installiert.

Software as a Service (SaaS)

Hierbei wird Software bereitgestellt, welche auf Servern ausgeführt wird. In Abhängigkeit der genutzten Technologie kommen unterschiedliche Konzepte zum Einsatz. So benötigen die eigenen Endgeräte ein spezielles Programm, um Adobes Programmiersprache AIR ausführen zu können. Zumeist jedoch werden die Anwendungen über das Internet angeboten, so dass diese auf jedem Rechner abrufbar sind, die einen Browser installiert haben.

Online-Speicher sind auch kostenlos verfügbar. Allerdings fehlen zumeist wichtige Funktionen wie Backup oder Explorer-Integration oder die Speicherkapazität ist stark eingeschränkt. Beliebte Anbieter sind hierbei ZumoDrive, Wuala oder Dropbox. Die Cloud-Technologie kann auch dazu genutzt werden, um eine Cloud im eigenen Unternehmen aufzubauen. Private Cloud anstelle von Public Cloud!

Zahl der Befürworter steigt

Die Vorteile einer Cloud liegen auf der Hand. In erster Linie müssen seitens des Anwenders keine hohen Prozessor- oder Speicherleistungen vorgehalten werden. Diese können je nach Bedarf im Internet abgerufen und genutzt werden. Des Weiteren kann die Software, die ebenfalls im Web zur Verfügung steht, stets in der aktuellsten Version genutzt werden. Schließlich wird diese in regelmäßigen Abständen geupdatet.

Ein weiterer großer Vorzug der Cloud ist seine ständige Verfügbarkeit. Da diese in der Regel über den Browser läuft, kann sie überall und zu jeder Zeit genutzt werden. Einzige Voraussetzungen sind eine Internetverbindung sowie die Installation eines aktuellen Browsers.

Ferner lassen sich die Dienste der Cloud individuell an die eigenen Anforderungen anpassen. Weil die Leistungen hauptsächlich nach Nutzung abgerechnet werden, sind die Kosten relativ gering. Beim private Cloud müssen Unternehmen zudem keine Verstöße gegen Datensicherheit und Compliance befürchten. Externe Datenträger, um Dateien auf einem anderen PC abspeichern zu können, werden nicht mehr benötigt.

System noch nicht vollständig erprobt

Die Cloud weist allerdings auch Nachteile auf. So bedarf es etwa ständig eines Internetzugangs. Ferner stellt sich trotz der Verschlüsselungsmaßnahmen die Frage nach der Datensicherheit. So kann beispielsweise das Nutzerverhalten durch Überwachung unverschlüsselt ausgelesen werden. Je nach Übertragungsgeschwindigkeit der Verbindung, müssen hinsichtlich des Arbeitstempos ggf. Einbußen hingenommen werden. Da noch nicht allzu viele Personen die Cloud nutzen, lässt sich derzeit zur Verlässlichkeit keine konkrete Aussage treffen.

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